Schule Steinfeld

Förderzentrum mit
dem Schwerpunkt
Geistige Entwicklung

 
Heller Flur mit tiefen Fenstern auf der linken Seite und einer Wand mit Handläufen auf der rechten Seite.Sechs Klassenräume haben jeweils eine Terrasse mit eigenem Ausgang. Neben den Terrassen ist grüner Rasen.Luftaufnahme der Schule Steinfeld. Sichtbar ist die Entstehung des letzten Anbaus.Es wir einem Schüler von hinten über die Schulter geschaut. Es spielt auf einer Bongo.Es ist die Ecke von zwei Fluren sichtbar, die sich treffen. Durch eine lange Fensterfront kann man auf den grünen Hof mit gepflasterten Wegen blicken. Auf den Fensterbänken lässt es sich gut sitzen.Ein Schüler ist von hinten zu sehen. Er sitzt vor einer Wassersäule mit Blasen und einer Lichtanimation, die Wolken am blauen Himmel zeigt.Kleine Sporthalle mit Linien auf einem Parkettfußboden. zu sehen sind ein Handballtor, ein Basketballkorb, Kletterwände und dicke Mattenan den Wänden. Das Licht aus den hohen Fenstern spiegelt sich auf dem Boden.Kleine Mangoldpflanze mit kräftigen Farben. Blätter sind grün, Stiel ist lila.Vor dem Haupteingang kann um eine kleine begrünte Insel und um wenige Parkplätze herumgefahren werden.in Eingang mit bunt bemalten Glasscheiben und einem Dach, das spitz nach unten geht.Ein großes Gemüsebeet, auf dem viele verschiedene kleine Pflanzen in ordentlichen Reihen wachsen.
 

Partnerschule in Oswiecim / Polen

Seit 2005 gibt es eine enge Kooperation zwischen der Schule Steinfeld und einem Förderzentrum für Menschen mit geistigen Behinderungen in Oswiecim (Auschwitz) in Polen.

Zwei Lehrkräfte der Schule Steinfeld fuhren in den Osterferien 2004 nach Oswiecim, um einen deutsch-polnischen Schüleraustausch zu initiieren. Sie lernten vor Ort die Schule und die polnischen Kolleg*innen kennen und erfuhren viel über die Unterschiedlichkeit der Schulsysteme. Bereits beim ersten Treffen wurden Details für einen Schüleraustausch geplant.

Dieser fand im September 2005 mit dem ersten Besuch von 15 polnischen Schüler*innen und ihren Lehrkräften in Mölln statt. Neben zahlreichen kulturellen Aktivitäten wurden gemeinsam im Unterricht unzählige kleine Drachen hergestellt, die beim großen Abschlussfest unter dem Motto „Drachen verbinden“ als lange Drachenketten in den Himmel gelassen wurden.

Im Mai 2006 fand der erste Gegenbesuch von ebenfalls 15 Möllner Schüler*innen statt. Für fast alle Schüler*innen war mit dieser Fahrt der erste Auslandsaufenthalt verbunden. Das Thema der zweiten internationalen Begegnung war der Rahmenhandlung „Drachen“ gewidmet. Den Höhepunkt der Woche stellte die kooperative und öffentliche Aufführung der Drachensage Krakaus dar. Neben den spaßbetonten Erlebnissen und den neuen länderübergreifenden Schülerfreundschaften spielte bei dieser Reise auch die Auseinandersetzung mit dem Thema „Nationalsozialismus“ durch den Besuch der Gedenkstätte Auschwitz / Birkenau eine große Rolle.

 

Seitdem finden im jährlichen Wechsel die Besuche und Gegenbesuche statt. Zu jedem Besuch gibt es ein neues Thema. Die Schüler*innen arbeiten gemeinsam, erleben die Stadt und Kultur der jeweiligen Schule und feiern zusammen. 

 

Unser internationaler Schüleraustausch mit seiner unterrichtlichen Thematisierung und vor allem den unmittelbaren Begegnungen vor Ort bietet die großartige Möglichkeit, den Erfahrungshorizont unserer Schüler*innen und Schüler zu erweitern und leistet einen wertvollen Beitrag zur internationalen Völkerverständigung und zum interkulturellen Lernen. Die Lebensrealität der meisten Schüler*innen mit geistiger Behinderung ist derart gestaltet, dass die Möglichkeit zu internationalen Erfahrungen und Begegnungen im privaten Bereich nicht gegeben sind. Der internationale Schüleraustausch bietet ihnen somit elementare Erfahrungswelten, die ihnen sonst zeitlebens verschlossen blieben.

Die Schüler*innen sind angehalten, sich Wissen über das zu besuchendem fremdem Land anzueignen, es mit seinen kulturellen, sprachlichen, politischen, historischen, sozialen und geographischen Besonderheiten kennen und schätzen zu lernen.

Ebenso wird das Bewusstsein für das eigene Land und seinen eigenen kulturellen Wurzeln sensibilisiert. Denn im Schüleraustausch erfahren die Schüler*innen sich als Repräsentanten ihrer eigenen Kultur und ihres eigenen Landes und geraten in die Situation, anderen Informationen über die eigenen Lebensformen zu geben. Diese Tatsache führt dazu, nationenübergreifend Toleranz und Verständnis zu schaffen und durch die Sensibilisierung für die Andersartigkeit eines fremden Kulturkreises gegenseitige Vorurteile abzubauen.